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Hoffmann von Fallersleben über Holdorf

Über sein Exil in Mecklenburg schrieb Hoffmann von Fallersleben in seiner Autobiographie „Mein Leben“ Band 4 (1843-1847) u.a.

Die erste Zeit war ich sehr viel durch Besuche und Reisen in Anspruch genommen. Dann später gestaltete sich mein hiesiges Leben ganz nach Wunsch in dem stillen ländlichen Holdorf. Des Morgens stand ich sehr früh auf, und wenn ich gefrühstückt hatte, begab ich mich auf mein Zimmer und arbeitete. Nach Tische pflegte ich einen Spaziergang zu machen, gewöhnlich in das Gehölz. Das Wetter war nicht immer einladend. Bei den scharfen, oft heftigen Nordwestwinden konnte ich mich ohne Nachteil für meine Gesundheit nicht hinauswagen. Überhaupt fand ich das Klima nicht eben angenehm. Es dauerte lange bis es Frühling wurde. Den 30. April sah ich die erste Kirschblüte, den 4. Mai die ersten Maikäfer und den 9. Mai hörte ich die erste Nachtigall, doch hatte sich der Storch schon den 4. April eingefunden; ihm zu Ehren dichtete ich mein Storchlied. . . . In Holdorf hatte ich viele Lieder gedichtet, die ich dann bei verschiedenen Gelegenheiten hie und da sang. Da sie sehr beifällig aufgenommen wurden, so wollte ich sie gerne meinen Freunden und Bekannten als Andenken zurücklassen.“

 

Leb wohl, du Land der guten Herzen !
Du Wiege deutscher Gastlichkeit !
Du hießest freundlich mich willkommen
in jener trüben, bangen Zeit.

 

Verfolgt im ganzen deutschen Reiche,
aus meiner Heimat gar verbannt,
fand ich in dir, was ich verloren,
fand ich in dir mein Vaterland.

 

Frei wie in deinen Saatgefilden
der Vogel lebt, so lebt auch ich;
Frei wie der Vogel konnt ich singen,
ich sang, und niemand störte mich.

 

Und was ich sang, es ist erfüllet:
auch dir erblüht der Freiheit Glück,
und frohe Mutes kehr ich heute
ins große Vaterland zurück.

 

Leb wohl, du Land der grünen Hügel !
Leb wohl, du Land der blauen Seen !
Und bist du auch dem Blick entschwunden,
du bleibst in meinem Herzen stehn.

 

01.November 1848

Link:   http://mein-mecklenburg.lexikus.de/mm/land-und-leu

 
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